Das Freilichtmuseum Perger Steinbrecherhaus

Die Zunft der Perger Mühlsteinhauer ist seit dem Mittelalter belegt. Mühlsteine aus Perg wurden an zahlreiche Mühlen in der Habsburger-Monarchie geliefert. Entlang der Donau wurden mehrere Lagerstellen für Perger Mühlsteine eingerichtet.

Im Gelände des ehemaligen Mühlsteinbruchs Scherer ist das Steinbrecherhaus, ein Wohnhaus einfacher Arbeiter, erhalten geblieben. Es ist das letzte derartige Gebäude in Perg. Es wurde 1802 errichtet und 2007 renoviert. Man kann hier noch sehr gut die Lebensbedingungen einfacher Menschen nachempfinden. Sorgsam wurde auf die Erhaltung des ursprünglichen Charakters des Arbeiterwohnhauses geachtet.

Die Stube des Perger Steinbrecherhauses lädt zum Verweilen ein (Foto: Alexander Schneider)
Rauchkuchl (Selch) - mit einfachen Haushaltsgeräten vergangener Tage  (Foto: Alexander Schneider)
Fundstücke und Fossilien aus den Mühlsteinbrüchen.
(Foto: Verein Steinbrecherhaus)
Ausstellungsraum - Museum, Bilder, Objekte und Werkzeuge
zu den Themen Sandstein und Granit, die seit Jahrhunderten in Perg gewonnen wurden

  (Foto: Alexander Schneider)

Rund um das Freilichtmuseums Steinbrecherhaus

Auf dem jederzeit zugänglichen Gelände des Steinbrecherhauses im ehemaligen Areal des Mühlsteinbruches an der Mühlsteinstraße 43 befinden sich:
... ein Steingarten mit vielen Objekten aus Sandstein und Granit.
... eine authentische Arbeitshütte, wo die Bearbeitung von
Mühlsteinen und Granit nachempfunden werden kann.

Weiters:
  • eine Gartenhütte mit Schautafeln zur Geologie von Perg und seiner Umgebung
  • der Erdkeller, auf dem die Gartenhütte steht
  • und ein Widder, das ist eine alte hydraulische Wasserpumge

Sammlungsschwerpunkte

  • Mühlsteine, Mahl-, Schleif- und Reibsteine
  • Erzeugnisse aus Granit bzw. Perger Sandstein: Architekturteile, Straßensteine, Grenzsteine
  • Werkzeuge zur Bearbeitung von Sandstein und Granit
  • Literatur zu Mühlsteinen, Mühlsteinbrüchen und Steinmüllerei
  • Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände, die in einfachen Haushalten, wie dem der Bewohner des Steinbrecherhauses in früheren Zeiten Verwendung gefunden haben